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Fellwesten?!

von Liz Akuéson2014-10-18
...im schönsten Sonnenschein an der Ostsee.



Seit mehreren Saisons finden sie sich auf allen Trendseiten der bunten Modemagazine.
Sie machen nicht schlank, im Gegenteil: Sie tragen unheimlich auf. Und wenn man nicht gerade Konfektionsgröße 36 hat, kommt einem das eigene Kreuz so breit vor wie das eines Preisboxers.

Ich spreche von Fellwesten.

Sollen das doch die tragen, die sich das ‚leisten’ können, mag manch einer meiner Kundinnen durch den Kopf gehen. „Ich will mich so vorteilhaft wie möglich kleiden und auf der Straße nicht schräg angeschaut werden.“

Ich gebe zu: Auch ich habe lange Zeit nicht darüber nachgedacht, ob mir ein solches Kleidungsstück stehen könnte. Diese Farben, das Design... – nein, nichts für mich. Dass das gerade der „letzte Schrei“ war, interessierte mich dabei herzlich wenig.

Doch bei einem Stylingjob konnte ich mich der Faszination, die von Fellwesten
ausgeht, nicht entziehen. Ich musste dieses wuschelige Ding unbedingt anziehen.
Das Gefühl von Behaglichkeit und der „Kuschelfaktor“ begeisterten mich. Da fühlt man sich doch gleich schicker und vor dem geistigen Auge mag das mondäne Leben im verschneiten St. Moritz auftauchen. (Nicht, dass man da jetzt gerade hinwollte...)

Für mich war sofort klar, dass ich so etwas in meiner Größe brauche.
Ok, in einer anderen Farbe und ohne den ganzen Schnallen-Schnickschnack,
dafür aber in einer hochwertigen Qualität.

Ich wollte eine Fellweste!

Jetzt trage ich sie wie selbstverständlich, in diesem Design. Gerade in der
Übergangszeit ist sie für mich ein Hit und kommt fast täglich zum
Einsatz.


Lässt sie mich dicker erscheinen? Kann sein. Schauen die Leute? Man wird doch
ständig angeschaut.

Diese Fragen interessieren mich nicht mehr. Wenn ich mich in meiner
Fellweste großartig finde, ist das schon Grund genug, sie zu tragen.


Denn darum geht es doch: Sich gut im eigenen Körper bzw. Outfit zu fühlen.

Mit Selbstverständlichkeit!

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