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Antwerpen -
3 Tage im Glück.

von Anica Müller2014-10-29

Antwerpen ist keine Weltstadt, aber es hat durchaus internationalen Charakter. Während ich mich in Paris aufgrund seiner Größe schnell verloren fühle,
bleibt Antwerpen in seiner ganzen Vielfalt doch überschaubar. Es bietet dem Besucher die fabelhafte Möglichkeit, sich zu Fuß entspannt durch die Stadt treiben zu lassen. Nostalgie und Zeitgeist verbinden sich hier zu einer unwiderstehlichen Mixtur, deren Anziehungskraft man gerne erliegt.
Deswegen eignet sich Antwerpen perfekt für einen Kurztrip. Ich war erst
letztes Wochenende wieder dort - zum Auftanken, zur Inspiration und natürlich auch zum Shoppen.

Ankunftshalle Anterpen-Centraal

Schon die Ankunft in Antwerpen-Centraal, dem Hauptbahnhof, ist ein
optischer Genuss. Der denkmalgeschützte Monumentalbau mit der dominierenden Kuppel erstaunt und entzückt. Mindestens ebenso wie das Funkeln in den unzähligen Goldschmieden und Juwelenboutiquen im jüdischen Viertel, das direkt an das Bahnhofsviertel anschließt.
Die umtriebige Antwerpener Modeszene konzentriert sich in und um die
Nationalestraat. Hochwertige internationale Marken, kleine, aber feine belgische Designer und gut sortierte Vintage-Läden bieten Abwechslung bei der
Suche nach neuen Errungenschaften für den eigenen Kleiderschrank.
Restaurierte alte Möbel, hochwertige Interior-Accessoires und außergewöhnliche Raritäten findet man bei den vielen Antiquitäten-Händlern entlang der Kloosterstraat. Für eine Atempause mit Charme eignet sich der versteckte Garten im dortigen Café „Take 5 minutes in Paris".
Ich habe eine Schwäche für ausländische Supermärkte. Mein Favorit vor Ort DELHAIZE liegt direkt unter dem Groenplaats. Hier kann man Caramel-
Aufstrich von Bonne Maman und COTE D´OR Schokolade kaufen. Neben
seiner Schokolade, ist Belgien auch bekannt für die lecker Fritjes. Diese werden an jeder Ecke angeboten, werden doppelt frittiert, mit verschiedenen Saucen serviert und sind ein Hochgenuss für zwischendurch. Für ein Abendessen unter Einheimischen und kulinarische Genüsse rund um den Fisch ist die Fiskebar am Marnixplaats ein empfehlenswertes Plätzchen.
Mein kultureller Lieblingsplatz ist das Stadthaus des Barockmalers Paul Peter Ruben. Ich mag seine Bildsprache, sein Spiel mit Licht und Farbe, seine Freude an der sinnlichen Erscheinung und besonders seine malerische Passion für
Ladies mit Kurven.

„Rubensfigur“ im Garten des Rubenshuis

Eine weitere feine Besonderheit ist der zweimal im Jahr stattfindende
„stockverkoop“. Das ist wie SALE, aber mit Flair und Niveau. Viele ortsansässige Designer räumen ihre Lager und gewähren zudem einen kleinen Einblick hinter die Kulissen ihres Schaffens. Der nächste findet von 4.-9. November statt.
In diesem Sinne: Goede reis!

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