Menü

akuéson-prinzip


< zurück zur Liste

Plus Size Fashion

2014-10-09

Warum ist es wie es ist?

Viele Jahre wurden Frauen jenseits der Konfektionsgröße 42 nur von wenigen Modemarken mit Aufmerksamkeit bedacht. Glücklicherweise ändert sich dies seit einiger Zeit; wobei hier die Frage gestellt werden muss, welches Frauenbild die Designer da wohl vor Augen haben.
Es scheint nicht die design-interessierte, selbständige Frau zu sein, die eine klare Vorstellung von ihrem Leben, ihrem Look und Lust auf Designermode hat.

Die design-orientierte Frau möchte ihre Kleidung nicht als Tarnung verstehen und deshalb (ok, ich übertreibe) fünfzehn Lagen übereinander tragen.

Es handelt sich übrigens um ein Gerücht, dass dies einen schlanker wirken lässt. Spinat enthält auch nicht so viel Eisen, wie man es als Kind immer eingetrichtert bekommen hat.

Sie sind auch weit davon entfernt, sich über die schrägen Farbkombinationen und diese wilden Muster in den Läden zu freuen. Und nein, die machen auch nicht schlanker.
Wenn ich noch einmal ein Design mit floralen Mustern, am Besten auch noch in Kombination mit Streifen sehe, schreie ich!
Damit ich hier nicht falsch verstanden werde...ich mag durchaus Muster
und auch Farben. Es gibt auch ganz bezaubernde florale Optiken.
Aber was sich der ein oder andere Textildesigner bei seinen Entwürfen denkt,
ist mir persönlich schleierhaft!

Von dem „Glitzerwahnsinn“ auf Oberteilen und Hosen möchte ich gar nicht erst sprechen. Ja ja, ich weiß, jede kann eine Königin sein, und manchmal ist ein Funkeln hier und da wunderfein. Das möchte ich auch keiner Frau absprechen.

Aber wie heißt es so schön, die Geschmäcker sind verschieden. Was für die Eine das perfekte Königinnen-Outfit ist, kann für die Andere eine totale
Vollkatastrophe sein.

Große Größen bedeuten andere Design-Bedürfnisse, die sich einfach aus den Körperformen ergeben. Schlagwörter sind hier die Bequemlichkeit, das Kaschieren von sogenannten Problemzonen, sowie das Hervorheben der eigenen Vorzüge.

Ich sehe Mode als Unterstützung und Verstärkung des eigenen
Selbstverständnisses, die mich je nach Tagesform perfekt durch den Tag
begleitet.


Wenn ich trotz oder gerade wegen meiner Konfektionsgröße 46 ein feminines
Outfit tragen möchte und mein Dekoltee zeigen will, dann soll es mir nicht verwehrt werden.

Noch kann ich das! Wozu habe ich schließlich Körbchengröße D?

Wenn ich mich unwohl mit meinen Oberarmen fühle, dann will ich gefälligst auch ein Oberteil, das diese Körperzone bedeckt. Ich weiß, dass sie dadurch nicht schmaler werden, aber sie sind schön verhüllt und damit fühle ich mich einfach wohler.

Und darum geht es ja letztendlich, denn wer sich wohl in seiner Kleidung fühlt, der kann darin auch überzeugen!

< zurück zur Liste